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9. April 2018

ROWE RACING fährt nach einer Nachtschicht mit perfekter Strategie zum ersten Sieg mit BMW Motorsport auf der Nordschleife

BMW Werksfahrer Connor De Phillippi und Jesse Krohn im zweiten VLN-Lauf ganz vorn / Schwarze Motorhaube als Glücksbringer / Erster VLN-Erfolg für ROWE RACING seit 2015

Großer Tag für ROWE RACING: Die Mannschaft aus St. Ingbert hat im zweiten VLN-Lauf des Jahres ihren ersten Sieg auf der Nürburgring-Nordschleife mit BMW Motorsport gefeiert – und das nach einem großen Kraftakt in der Nacht vor dem Rennen. Die beiden BMW Werksfahrer Connor De Phillippi aus den USA und Jesse Krohn auf Finnland waren dank einer perfekten Rennstrategie am Ende die großen Gewinner im 43. DMV 4-Stunden-Rennen, nachdem die Mechaniker nach einem heftigen Unfall am Freitag bis 2.00 Uhr morgens den BMW M6 GT3 mit der #99 komplett neu aufgebaut hatten. Nur für die weiße Farbe auf der Motorhaube hatte es nicht mehr gereicht, aber am Ende wurde die ungewohnte schwarze Haube zum Glücksbringer.

Für ROWE RACING endete damit eine Wartezeit von 959 Tagen. Zuvor war in der Eifel am 22. August 2015 zum letzten Mal die deutsche Nationalhymne zu Ehren des Teams gespielt worden. Nach vier Rennstunden bei diesmal strahlendem Sonnenschein in der „Grünen Hölle“ hatten Startfahrer Connor De Phillippi und Jesse Krohn, die von Startposition sieben ins Rennen gegangen waren, am Ende 8,789 Sekunden Vorsprung auf den ersten Verfolger.

Schlüssel zum Erfolg war nach der nächtlichen Energieleistung im Rennen eine alternative Strategie des Teams. Krohn absolvierte als letzter Fahrer der Spitzengruppe erst drei Runden vor Ende des Rennens den dritten Boxenstopp und behauptete dabei die zwischenzeitlich eroberte Führung. Der „fliegende Finne“ baute in den folgenden zwei Runden seinen Vorsprung sogar noch aus und brachte den Sieg dann auf den letzten Kilometern souverän nach Hause. Für Krohn war es ebenso der erste Sieg mit ROWE RACING wie für De Phillippi, der sogar erst zum zweiten Mal überhaupt für das Team im Einsatz war.

35 Tage vor dem großen Saison-Höhepunkt mit dem 46. ADAC Zurich 24h-Rennen am 12./13. Mai hat ROWE RACING eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die Mannschaft in der Lage ist, auf der Nordschleife ganz vorne zu sein. Das große Ziel ist es, sich beim „Eifel-Marathon“ gegenüber dem zweiten Platz des vorigen Jahres noch um eine Position zu steigern und den ersehnten ersten Gesamtsieg beim 24h-Rennen zu feiern. Auch das Schwesterauto mit der #98 und der britisch-amerikanischen Fahrerpaarung Richard Westbrook/John Edwards wäre vom Speed in der Lage gewesen, ganz vorne mitzufahren, doch ein elektrisches Problem zwang BMW Werksfahrer Edwards schon nach der zweiten Runde zu einem unplanmäßigen Boxenstopp. Nach einer 25-minütigen Reparatur nutzte das Team die restliche Zeit für Test- und Abstimmungsarbeiten unter Rennbedingungen.

Bereits am kommenden Wochenende steigt in der Eifel die Generalprobe für das 24h-Rennen. Im 24h-Qualifikationsrennen am 15. April, das sechs Stunden dauert, können die besten fünf Autos vorzeitig das Ticket für das wichtige Top-30-Qualifying des 24h-Rennens buchen, das die #98 am Samstag im Zeittraining des zweiten VLN-Laufes auf Platz fünf nur um 61 Tausendstelsekunden verpasst hatte. Der #99 fehlten auf Rang sieben nur knapp sieben Zehntelsekunden. Weitere zehn Plätze gehen auch noch an die zehn schnellsten Autos im Top-30-Qualifying des 24h-Qualifikationsrennens.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Was für ein unglaubliches Wochenende! Nach dem heftigen Crash gestern hatten wir zuerst noch überlegt, ob wir das Auto für das Rennen wiederaufbauen sollen, aber Aufgeben kommt für dieses fantastische Team nicht in Frage. All unsere Mechaniker haben bis 2.00 Uhr morgens fieberhaft gearbeitet, das Fahrzeug wieder einsatzfähig zu machen, und einen grandiosen Job gemacht. Dafür möchte ich mich bei jedem einzelnen bedanken. Nur für eine weiße Motorhaube hatte es nicht mehr gereicht, aber die ungewohnte schwarze Haube hat ihren Zweck auch bestens erfüllt. Wenn man nie aufgibt und nicht nachlässt, kann man auch längere Durststrecken überwinden. Es war ein tolles Gefühl, nach so langer Zeit am Nürburgring mal wieder ganz oben zu stehen, und eine große Motivation für das Team. Im Rennen haben dann unsere Strategen einen tollen Job gemacht, den die Fahrer perfekt umgesetzt haben. Connor und Jesse haben heute keine Fehler gemacht und sind konstant auf höchstem Niveau gefahren. Unsere #98 hätte die gleiche Performance zeigen können, aber leider hatten wir gleich zu Beginn des Rennens ein elektrisches Problem. Nach dem Zeitverlust durch die Reparatur haben wir die restliche Renndauer und vor allem die guten Witterungsbedingungen genutzt, ausgiebig Abstimmungs- und Reifen-Varianten für das 24h-Rennen zu testen.“

Jesse Krohn, #99 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Es ist einfach fantastisch – hier bei diesem tollen Wetter Rennen zu fahren, vor so vielen Zuschauern und mit einem Team, das so großartig arbeitet. Es war eine gute Vorbereitung auf das 24h-Rennen, und der Sieg motiviert das Team noch mehr. Ich freue mich für die gesamte Mannschaft, die an diesem Wochenende wirklich sehr hart gearbeitet hat. Es war nicht einfach, aber das Team hat in Sachen Strategie einen tollen Job gemacht, und Connor ist richtig gut gefahren.“

Connor De Phillippi, #99 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Es war mein zweites Rennen im BMW M6 GT3 hier auf der Nordschleife und mein erster Sieg mit meiner neuen BMW Familie. Das fühlt sich einfach großartig an. Ich bin glücklich für das Team, denn es hat sehr hart gearbeitet. Beim ersten VLN-Rennen haben wir nicht das erhoffte Resultat geholt, aber wir haben uns zurückgemeldet – mit einem Sieg. Wir waren das ganze Rennen über stark, auch wenn wir mit den Code 60s Pech hatten. Doch wir konnten uns wieder nach vorne kämpfen.“

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