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30. Juli 2018

ROWE RACING fährt bei der 70. Auflage der 24 Stunden von Spa als Zweiter erneut auf das Podium

Nach beeindruckndem Auftritt fehlen der #99 am Ende nur 10,4 Sekunden zum zweiten Erfolg nach 2016 / Schwesterauto scheidet mit technischem Defekt aus

ROWE RACING ist bei der 70. Auflage der 24 Stunden von Spa nach einem großen Kampf als Zweiter erneut auf das Siegerpodium gefahren und hat den zweiten Triumph beim größten GT3-Rennen der Welt am Ende nur um 10,4 Sekunden verpasst. Der Brite Alexander Sims, der vor zwei Jahren zum Siegertrio der Mannschaft aus St. Ingbert gehört hatte, der Niederländer Nick Catsburg und der Deutsche Jens Klingmann fuhren auf der berühmten Berg- und Talbahn in den belgischen Ardennen ein fehlerfreies Rennen und spulten auf dem 7,004 Kilometer langen Formel-1-Kurs insgesamt 511 Runden oder 3.579,05 Kilometer ab.

Wie beim Erfolg 2016 war der ROWE RACING BMW M6 GT3 mit der #99 beim Saisonhighlight der Blancpain GT Series nach Rückversetzungen von von Startposition elf ins Rennen gegangen, hatte sich dann kontinuierlich nach vorne gearbeitet und nach etwa 15 Rennstunden erstmals die Führung übernommen. Danach kämpfte das Trio bis in die letzten Minuten um den möglichen Sieg, wobei die Spitzenposition immer wieder zwischen insgesamt fünf Autos wechselte. In den letzten beiden Rennstunden war es schließlich ein Zweikampf mit dem BMW M6 GT3 des Walkenhorst-Teams, bei dem Sims seinen ehemaligen Teamkollegen Philipp Eng trotz aller Bemühungen nicht mehr einholen konnte. Nach der Zieldurchfahrt war Sims der erste Gratulant für den Österreicher, mit dem er 2016 gemeinsam für ROWE RACING gewonnen hatte.

Für BMW Motorsport war der Doppelsieg der insgesamt 24. Gesamtsieg in Spa, was BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt sehr stolz machte: „Zum zweiten Mal nach 2016 war der BMW M6 GT3 beim größten GT-Rennen der Welt nicht zu bezwingen. Mit Triumph Nummer 24 haben wir unsere Position als mit Abstand erfolgreichster Hersteller beim 24h-Rennen in Spa weiter ausgebaut“, sagte Marquardt: „Dass es Jens Klingmann, Alexander Sims und Nick Catsburg im BMW M6 GT3 von ROWE RACING als Zweite ebenfalls auf das Podium geschafft und so für einen Doppelsieg gesorgt haben, macht die 70. Auflage des 24-Stunden-Rennens von Spa für uns endgültig zum perfekten Rennen.“

Die 70. Auflage des Klassikers bot viel Spannung und Dramatik. Zahlreiche Zwischenfälle, Full-Course-Yellow- und Safety-Car-Phasen strapazierten die Nerven aller Teilnehmer. In der Nacht musste das Rennen sogar für zwei Stunden unterbrochen werden, weil nach einem schweren Unfall in der berühmten Eau-Rouge-Kurve die Strecke gesäubert und die Leitplanken repariert werden mussten.

Im Gegensatz zur #99 hatte zweite ROWE RACING-Auto mit der #98 kein Rennglück. Der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann aus Deutschland, der britische BMW Motorsport Junior Ricky Collard und der Finne Jesse Krohn, die alle zum ersten Mal bei den 24 Stunden von Spa angetreten waren, hatten sich nach einem soliden Auftakt von Startplatz 27 und nach rund drei Rennstunden durch eine Safety-Car-Phase einen Sprung auf Platz elf gemacht. Von dort schob sich das Trio mit guten Zeiten bis in die Spitzengruppe vor und lag zeitweise auf dem zweiten Rang. Nach 194 Runden sorgte aber ein technischer Defekt dafür, dass der zu diesem Zeitpunkt auf Rang vier fahrende BMW M6 GT3 die Box ansteuern musste. Dort war der Schaden nicht kurzfristig zu beheben und damit das Rennen für die drei Debütanten vorzeitig beendet.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Erst einmal möchte ich dem Team Walkenhorst gratulieren. Sie haben hier die noch etwas bessere Leistung gezeigt als wir. Unsere Mannschaft ist hier herausragend aufgetreten, das Team und die Fahrer haben alles gegeben. Es war das härteste 24-Stunden-Rennen war, das wir jemals gefahren sind. In dem aktuellen Format war es eher ein 24-stündiges Sprintrennen am absoluten Limit, ein sehr intensives und kraftraubendes Erlebnis, das wir natürlich gerne mit dem Sieg gekrönt hätten. Aber wenn man im härtesten GT3-Rennen der Welt am Ende auf dem Podium steht, dann hat man nicht viel falsch gemacht und kann zufrieden sein. Am Ende hat uns vielleicht ein kleines Problem mit der Tankanlage beim ersten Stopp der #99, durch den wir rund 20 Sekunden verloren haben, den Sieg gekostet. Aber wir können riesig stolz darauf sein, im dritten Jahr in Folge mit dem BMW M6 GT3 in einem der beiden großen 24-Stunden-Rennen auf dem Podium zu stehen. Für BMW ist es heute ein klasse Ergebnis, das mit Abstand beste für den BMW M6 GT3, seit er seit zweieinhalb Jahren weltweit im Einsatz ist. Es ist schade für die Jungs in der #98, dass sie in einer so aussichtsreichen Position wegen eines technischen Defektes ausgeschieden sind. Die Reparatur hätte aber leider zu lange gedauert. In ihrem ersten 24-Stunden-Rennen in Spa haben alle drei einen guten Job gemacht.“

Nick Catsburg, #99 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Ehrlich gesagt ist es nie schön, Zweiter zu werden. Aber gegen einen anderen BMW zu verlieren, macht es leichter. Ich bin sehr, sehr glücklich, auf dem Podium zu sein, und freue mich für BMW über den Doppelsieg. BMW hat hier 2015, 2016 und jetzt auch 2018 gewonnen. Irgendetwas scheinen wir hier richtig zu machen.“

Jens Klingmann, #99 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Ich denke, der zweite Platz war für uns das Maximum. Ich freue mich ganz besonders für die BMW Familie. Eins und zwei für BMW Motorsport – wer hätte das gedacht, als wir hier angereist sind? Das ist das härteste GT-Rennen der Welt, und wir können alle stolz auf uns sein. Wir hatten gegen den BMW mit der #34 ehrlich gesagt keine Chance, sie waren ab dem ersten Training schneller als wir. Das muss man neidlos anerkennen und den Hut davor ziehen.“

Alexander Sims, #99 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Ich bin sehr glücklich, hier zurück auf dem Podium zu sein. Vor zwei Jahren habe ich hier mit Maxime und Philipp gewonnen. Ich bin sehr, sehr stolz auf alle Jungs von ROWE RACING und BMW Motorsport. Sie haben mit dem Doppelsieg einen herausragenden Job gemacht. Schade, dass es für uns nicht zum ersten Platz gereicht hat, aber ich bin auch sehr, sehr froh über den zweiten Rang und das, was wir erreicht haben.“

Marco Wittmann, #98 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Wir hatten einen guten Start ins Rennen. Das Glück war zwar auch etwas auf unserer Seite, aber wir hatten unter Full Course Yellow eine wirklich gute Strategie, die uns vom 27. auf den zweiten Platz nach vorne gebracht hat. Das Team und die Fahrer haben einen großartigen Job gemacht. Es ist schade, denn kurz bevor das Problem auftrat, waren wir das schnellste Auto auf der Strecke. So ist der Sport manchmal, auch wenn es hart ist. Das Positive ist, dass wir zwischen Training und Rennen einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. Die Renn-Pace war herausragend.“

Jesse Krohn, #98 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Ich habe gemischte Gefühle. Auf der einen Seite freue ich mich riesig mit BMW über den Doppelsieg und mit meinem Team über Platz zwei. Aber wir hatten das Glück nicht auf unserer Seite. Wir waren super unterwegs, und eine perfekte Strategie hat uns von Platz 27 bis auf Rang zwei nach vorn gebracht, bevor die Probleme auftraten. Das war genau als die Phase des Rennens begann, in der wir besonders stark gewesen wären. Von daher ist es wirklich schade, dass uns die Chance verwehrt blieb, mit um den Sieg zu kämpfen.“

Ricky Collard, #98 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Es ist sehr schade. Wir sind einige wirklich gute Stints gefahren und hatten eine großartige Pace. Kurz vor unserem Ausscheiden waren wir das schnellste Auto da draußen. Wir haben in diesem Jahr massive Fortschritte gemacht. Es war mein erstes 24-Stunden-Rennen in einem GT3-Rennwagen, und für lange Zeit lief es wirklich sehr gut.“

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