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20. Mai 2019

ROWE RACING feiert nach einem Herzschlagfinale Doppel-Podium bei der Generalprobe für das 24h-Rennen

John Edwards und Jesse Krohn im BMW M6 GT3 mit der #99 knapp geschlagen Zweite / Schwesterauto fährt trotz Zeitstrafe auf Rang drei

ROWE RACING hat mit einem Doppel-Podium beim 24h-Qualifikationsrennen auf dem Nürburgring eine gute Generalprobe für den Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife gefeiert. Die beiden BMW Werksfahrer John Edwards aus den USA und Jesse Krohn aus Finnland mussten im BMW M6 GT3 mit der #99 erst wenige Minuten vor Ende des sechsstündigen Rennens den möglichen Sieg aus der Hand geben und wurden hinter einem BMW-Konkurrenten Zweite. Connor De Phillippi aus den USA, der Brite Tom Blomqvist und der Däne Mikkel Jensen kamen im Schwesterauto mit der #98 trotz einer Zeitstrafe als Dritte ebenfalls aufs Podium. Für das 47. ADAC 24h-Rennen am 22./23. Juni bleibt für die Mannschaft aus St. Ingbert aber noch Luft nach oben.

Schon in der Startphase verloren beide Fahrzeuge von ROWE RACING, die von den Positionen drei und acht ins Rennen gegangen waren, ein wenig Boden. Tom Blomqvist fiel in der #98 nach einem Beinahe-Dreher in der zweiten Kurve ein wenig zurück. Außerdem hatte das Team für beide Autos bei zunächst noch leicht regnerischen Bedingungen eine zu konservative Reifenwahl getroffen, sodass die #99 schon nach der ersten, das Schwesterauto nach der zweiten Runde auf Trockenreifen wechselte.

Danach starteten beide Fahrzeuge starke Aufholjagden. Die #99 übernahm schon in der achten Runde erstmals Platz eins, den John Edwards und Jesse Krohn mit leichten Unterbrechungen durch die Boxenstopps lange behaupteten. Die #98 lag über weiter Strecken des Rennens auf Rang drei, bis eine Zeitstrafe von 1:32 Minuten wegen eines verbotenen Überholmanövers bei Gelben Flaggen das Auto in der 35. Runde auf Rang sechs zurückwarf. In der vorletzten Runde holte sich Schlussfahrer Connor De Phillippi aber noch den dritten Podiumsrang zurück.

Krohn lag zur gleichen Zeit noch in Führung, die aber 20 Minuten vor Schluss auf wenige Zehntelsekunden zusammenschmolz. Der „Fliegende Finne“ wehrte sich noch zwei Runden gegen den Verfolger in einem weiteren BMW, hatte zu Beginn der vorletzten Runde aber keine Chance mehr, den Sieg nach Hause zu bringen.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Das war heute ein wirklicher Krimi, leider nicht mit dem perfekten Ende für uns. Wir haben am Anfang Zeit verloren, weil wir in den ersten ein, zwei Runden nicht auf den richtigen Reifen unterwegs waren. Aber alle haben gekämpft und das Beste gegeben. Und da ist dann ein Doppel-Podium nicht so schlecht. Aber wir haben in der Vorbereitung auf das 24h-Rennen noch einiges zu tun und müssen schauen, mit unserem Partner BMW Motorsport unser Auto noch zu optimieren. Die Strafe für die #98 war berechtigt, da haben wir einen Fehler gemacht.“

Jesse Krohn, #99 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Natürlich bin ich ein bisschen enttäuscht, nachdem wir das Rennen angeführt, aber dann in den letzten Runden noch verloren haben. Aber ganz ehrlich, das Auto, das von hinten kam, war einfach zu schnell, um es hinter uns zu halten. Das Team und John haben einen guten Job gemacht, aber es war noch nicht gut genug. Für das 24h-Rennen sieht es aber nach einem BMW-Dreifachsieg gut aus. Das war die perfekte Vorbereitung auf das große Rennen, und ich freue mich darauf.“

John Edwards, #99 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Wenn man so lange führt, ist es schade, so knapp zu verlieren. Aber am Ende war unser Verfolger einfach schneller als wir. Es war gut, so früh zum ersten Reifenwechsel zu kommen, so waren wir als eins der ersten Autos auf Slicks unterwegs und haben viel Zeit herausgeholt. Die Rennen auf dem Nürburgring, egal ob in der VLN, beim Qualifikationsrennen oder beim 24h-Rennen sind Sprintrennen von Anfang bis zum Ende. Wo auch immer man da Zeit gewinnt oder verliert, kann am Ende entscheidend sein.“

Connor De Phillippi, #98 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Der dritte Platz ist okay, weil wir kein perfektes Rennen hatten. Wir haben einen Fehler gemacht und die Zeitstrafe bekommen, aber stehen trotzdem auf dem Podium. Das ist ein gutes Ergebnis. Für das 24h-Rennen können wir noch ein bisschen Performance finden. Dann kommen wir zurück und stehen hoffentlich zwei Plätze weiter oben.“

Mikkel Jensen, #98 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Es war mein erstes richtiges Rennen auf der Nordschleife bei trockenen Bedingungen. Vorher hatte ich nur ein paar Runden bei VLN1 und dann den Regen bei VLN3. Wir hatten ein ganz gutes Tempo und sind ganz gut mit unseren Reifen zurecht gekommen.“

Tom Blomqvist, #98 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Ich hatte in der ersten Runde einen leichten Kontakt und mich dadurch fast gedreht. Dadurch habe ich ein paar Plätze verloren. Wir haben dann die Strategie gesplittet, was für uns nicht ideal war. Trotzdem haben wir einige Plätze wieder aufgeholt. Das Auto ist schnell, aber ein bisschen Feintuning brauchen wir noch. Und natürlich dann ein 24h-Rennen ohne Fehler.“

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