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6. August 2019

Stefan Hagin gewinnt Grand Prix of Norway!

Endlich, die harte, unermüdliche Arbeit von Deutschlands Powerboat-Piloten Stefan Hagin und dessen Team belohnt: Der 30-jährige Wittlinger, der für das ROWE MOTOR OIL Powerboat Team antritt, konnte beim Großen Preis von Norwegen erstmals einen Sieg in der am stärksten besetzten und am heißesten umkämpften Motorboot-WM erzielen.

Dieses Mal war Hagin nicht zu schlagen. Genau das versuchten nämlich die Fahrer von 23 weiteren Booten. Allen voran die Piloten der großen Profiteams aus den Arabischen Emiraten Abu Dhabi, Dubai und Sharjah. Aber das Team von Stefan Hagin zeigte einmal mehr, dass man auch mit im Vergleich zu den arabischen Teams sehr kleinem Budget, aber dafür hoch konzentrierter und fokussierter Arbeit das scheinbar Unmögliche möglich machen kann: einen Sieg bei einem der Formula 2 Grand Prix.

Begonnen hatte das Wochenende für die tausenden fachkundigen Zuseher etwas überraschend. Hatte das ROWE-Boot mit der Startnummer 19 seit Ende 2017 so gut wie immer den Benchmark vorgelegt hinsichtlich schnellster Rundenzeit, so sah das ROWE-Boot in den ersten Trainings vermeintlich langsamer aus als die Spitze. Bloß da hatten sich viele Konkurrenten zu früh gefreut. Das Team nutzte die Trainings zur technischen Weiterentwicklung, anstatt Topzeiten anzugreifen. Als man im Team ROWE Powerboat dann im Qualifying wieder Ernst machte, war Stefan Hagin zwar nicht der absolut Schnellste, aber ein Startplatz 3 war perfekt fürs sonntägige Rennen. Zumal Hagin als extrem starker Starter bekannt ist.

Genauso verlief auch das Rennen. Stefan Hagin und sein knapp 200 km/h schneller Molgaard-Katamaran schossen vom Startsteg weg, dass es eine wahre Freude war. Als einziger einen ebenso optimalen Start erwischt hatte der im Quali Viertplatzierte Brent Dillard (USA), der sich gleich extrem aggressiv an Hagins Verfolgung machte. Bloß, dem Speed des Deutschen konnte er nur mit zu viel Risiko folgen. Nach wenigen Runden endete Dillards Attacke mit einem seitlichen Überschlag, einer sog. Barrel Role.

Als das Rennen wieder freigegeben wurde nach einer „Full Course Yellow“-Phase – die Boote fahren langsam, bis die Strecke wieder frei ist nach dem Unfall des Amerikaners – behielt Hagin die Führung, nun massiv unter Druck gesetzt von den beiden Arabischen Stars der Szene, Rashed al Qemzi (Weltmeister 2017) und Rashed al Tayer aus dem Team Abu Dhabi. Es half den UAE-Jungs aber nichts. So sehr sie auch pushten, Stefan Hagin fuhr fehlerfrei den Grand Prix zu Ende und sicherte somit sich und dem ROWE Powerboat Team den ersten WM-Sieg der gemeinsamen Karriere.

Weiter geht es in der Saison mit WM-Läufen in Brindisi (I), Ribadouro (P) und Abu Dhabi (UAE). Die Titelchancen sind nun durchaus wieder vorhanden, wenngleich der aus heutiger Sicht größte Konkurrent, Rashed al Qemzi mit P2 nach seinem Sieg in Litauen (Hagins Nuller wegen des Getriebeschadens) wieder hoch punktete. Aber wie heißt es so schön in der Welt des Motorsports? „If you want to finish first, you first have to finish“… und auch al Qemzi muss erst die verbleibenden Rennen in seiner aktuellen Stärke beenden!

Infos zu Stefan Hagins Rennsaison finden Sie auch unter www.sh19.racing

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