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18. Dezember 2019

Erfolgreiche Doppelschicht: ROWE RACING blickt zurück auf die positivste Saison seiner Teamhistorie

rowe

Hans-Peter Naundorf: „Wir sind sehr stolz auf dieses Jahr“ / Mannschaft aus St. Ingbert setzt auch 2020 auf BMW und Porsche / Zahlenspiele der Saison 2019

Zwei Hersteller, fünf Autos, sieben Podiumsplätze in elf Rennen, 19 Profifahrer am Lenkrad und insgesamt mehr als 220 Stunden lang auf der Strecke: Für ROWE RACING war die Saison 2019 die bislang positivste, aber auch intensivste seiner Geschichte. Neben den Einsätzen mit den bekannten BMW M6 GT3 auf der Nürburgring-Nordschleife war die Mannschaft aus St. Ingbert im Blancpain GT Series Endurance Cup erstmals mit zwei Porsche 911 GT3 R im Einsatz, bei den 24 Stunden von Spa sogar mit drei Sportwagen aus Zuffenhausen. Das Doppel-Podium beim FIA GT World Cup in Macau mit zwei Porsche 911 GT3 R setzte einen grandiosen Schlusspunkt. Hans-Peter Naundorf, Teamchef von ROWE RACING, blickt im Interview auf die Saison 2019 zurück, die auch einige beeindruckende Zahlen geliefert hat.

 

2019 war ein ganz besonderes Jahr für ROWE RACING: Das Team hat zum ersten Mal in einer Saison parallel zwei Rennprogramme mit zwei verschiedenen Herstellern absolviert, außerdem in Spa erstmals in einem großen Rennen drei Fahrzeuge eingesetzt. Wie fällt Ihr Fazit nach diesem Jahr aus?

 

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Für uns alle war 2019 ein unglaublich intensives, aber auch ein unbeschreiblich tolles Jahr. Mit zwei unterschiedlichen Herstellern und zwei sehr verschiedenen Autos in einer Saison parallel gleich zwei große Rennprogramme zu absolvieren, war eine riesige Herausforderung für das Team, die unsere Mannschaft aber mit großem Engagement, hoher Professionalität und einem unglaublichen Teamgeist beeindruckend gemeistert hat. Es war das intensivste, aber am Ende auch das bisher positivste Jahr für ROWE RACING. Daher bin ich einfach nur mächtig stolz auf diese Truppe.“

 

Wo lagen die größten Herausforderungen in dieser Saison?

Naundorf: „Natürlich hat es am Anfang der Saison ein bisschen gedauert, bis wir unsere neuen Porsche 911 GT3 R richtig verstanden haben. Allein schon, weil dieses Auto ein ganz anderes Konzept hat als der BMW M6 GT3, den wir außerdem ja schon seit drei Jahren kannten und eingesetzt hatten. Wir waren zwar von Beginn an in der Lage, mit dem Porsche 911 GT3 R an den Podiumsplätzen zu schnuppern, durch unsere harte Arbeit und eine steile Lernkurve waren wir aber schon beim Saisonhighlight in Spa und zum Jahresabschluss in Macau absolut siegfähig. Die größten Herausforderungen waren allerdings die Logistik und die Organisation der ständigen Umstellungen von einem auf das andere Fahrzeug zwischen den einzelnen Rennen. Das hatten wir ehrlich gesagt sogar ein bisschen unterschätzt, auch wenn wir uns sicher waren, dass wir das als Team schaffen würden.“

 

Was waren denn Ihre Highlights 2019?

Naundorf: „Zunächst einmal war da der Mehrwert für unsere Partner, denn die Zusammenarbeit mit gleich zwei großen Automobilherstellern hat die Aufmerksamkeit für ROWE RACING nochmals deutlich erhöht. Der erste große Höhepunkt war der Einsatz von drei Fahrzeugen bei den 24 Stunden von Spa, eine logistische Meisterleistung, die auch noch mit tollen Ergebnissen veredelt wurde. Allein in der Rennwoche in Spa hat unser Team unglaubliche 3.785 Arbeitsstunden geleistet – das sind umgerechnet mehr als 470 „Mann-Arbeitstage“! Dort dann mit allen drei Fahrzeugen in die Top-7 zu fahren, war grandios, der zweite Platz der #998 nach einer fantastischen Aufholjagd fast so wertvoll wie ein Sieg. Mit drei Podiumsplätzen in den letzten vier Jahren sind wir das erfolgreichste Team in der jüngeren Vergangenheit bei diesem traditionsreichen Rennen. Und zum Abschluss des Jahres war natürlich auch der beeindruckende Auftritt in Macau noch einmal ganz großes Kino.“

 

Setzen Sie nach den Erfahrungen der zurückliegenden Saison denn auch 2020 wieder auf die Doppelschicht mit zwei Herstellern? Und wie sehen die Ziele für das nächste Jahr aus?

Naundorf: „Ja, wir werden auch 2020 wieder auf der Nürburgring-Nordschleife mit unseren BMW M6 GT3 fahren und bei den internationalen Rennen auf den Porsche 911 GT3 R setzen. Wir wollen alle positiven, aber auch negativen Erfahrungen, die wir in diesem Jahr gesammelt haben, nutzen, um uns noch weiter zu verbessern. In der Blancpain GT Series, vor allem in Spa, sowie in Macau haben nur Kleinigkeiten gefehlt, um ganz vorne zu landen. Auf der Nordschleife wollen und müssen wir uns auf allen Ebenen steigern, um wieder an frühere Erfolge wie zum Beispiel 2017 anzuknüpfen. Jeweils zwei vorzeitige Ausfälle wie in den letzten beiden ADAC 24h-Rennen auf dem Nürburgring sind nicht der Anspruch von ROWE RACING.“

 

Wann beginnen denn die Vorbereitungen für die Saison 2020?

Naundorf: „Die sind schon in vollem Gange. Allerdings werden auch wir über die Feiertage und den Jahreswechsel einmal ein wenig den Fuß vom Gas nehmen und frische Kräfte sammeln. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Beteiligten, den Teammitgliedern und Ihren Familienangehörigen, unseren Fahrern sowie unseren Partnern und Sponsoren sehr herzlich für ihr Engagement in diesem Jahr bedanken. Ich wünsche ihnen allen – und ebenso allen Fans und Freunden von ROWE RACING – ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.“

 

Die Saison 2019 von ROWE RACING in Zahlen:

2 Hersteller: BMW und Porsche
5 Eingesetzte Fahrzeuge: 2 BMW M6 GT3 und 3 Porsche 911 GT3 R
7 Podiumsplätze
11 Rennen
19 Eingesetzte Fahrer
38 Rennanzüge
42 Teammitglieder
95 Boxenstopps im Rennen
152,87 km/h Durchschnittgeschwindigkeit auf der Strecke
220:46,41 Stunden Gesamtfahrzeit auf der Strecke
327 Sekunden Zeitstrafen in den Rennen
984 Verwendete Reifen
1.306 Hotelübernachtungen
3.785 Arbeitsstunden bei den 24 Stunden von Spa
4.196 Mahlzeite>
13.513 Sekunden Gesamtzeit aller Boxenstopps
33.751 Kilometer Gesamtfahrleistung der Rennfahrzeuge

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