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9. Dezember 2019

ROWE-Pilot Stefan Hagin beendet WM-Saison auf dem Podium!

Über einen großartigen und zugleich unerwarteten Abschluss der 2019er Weltmeisterschaftssaison dürfen sich das ROWE POWERBOAT TEAM und allen voran dessen Fahrer Stefan Hagin freuen.

Eigentlich war die Formel 2 WM – die am stärksten besetzte Motorboot-WM – dieses Jahr für das deutsche Team nach einer unverschuldeten Kollision in Portugal im September schon beendet. Der ROWE-Katamaran wurde dabei so beschädigt, dass er ins Werk des Herstellers zu einer professionellen Reparatur musste. Dadurch verpasste man den Zeitpunkt der Verschiffung von Europa zum letzten Rennen nach Abu Dhabi an den Persischen Golf.

Zwei Wochen vor dem Grand Prix of Abu Dhabi dann die überraschende Wendung. Das Rennboot eines amerikanischen Kollegen, Brent Dillard, stand plötzlich zur Verfügung, zumal Brent aus medizinischer Gründen nicht starten konnte. Rasch war alles Administrative geklärt, Flüge gebucht, ROWE-Aufkleber produziert und ab in den Orient!

Für Stefan Hagin doppelt aufregend, galt es doch, erstmals in seiner Rennkarriere ein anderes Boot als ein „Mølgaard“ zu fahren. Das Team USA setzt ein Boot der Marke DAC ein. Ein langersehnter Traum von Stefan Hagin, sein fahrerisches Können auf einem anderen Renngerät unter Beweis zu stellen.

Im Normalfall müssten vorab ausführlich Tests und Trainings so einem WM-Lauf auf ungewohntem Material vorausgehen, doch dazu blieb keine Zeit. Im ersten Training konnte der 30-jährige Wittlinger noch kaum um enge Wenden lenken, zu gewöhnungsbedürftig war das Boot des amerikanischen Kollegen.

Von Session zu Session machte Hagin unglaubliche Schritte nach vorne. In die Top 10 zu kommen hatte die Teamleitung gehofft. Schon in Q2 war der ROWE-Pilot auf Position 3, in der Startaufstellung P5 – zum Erstaunen aller im Paddock des sommerlich warmen Abu Dhabi.

Den Grand Prix beendete Stefan Hagin nach 45-minütigem Dauerfight mit dem Litauer Edgaras Riabko auf Platz 4, obwohl Hagin das DAC-Boot über die Strecke „fliegen“ ließ, dass allen Zuschauern der Atem stockte.

Beim Dinner im Hotel dann die nächste Überraschung: bei der abschließenden technischen Kontrolle im Parc Fermé wurden am Motor des drittplatzierten Bootes unerlaubte, leistungssteigernde Veränderungen festgestellt, wodurch dieses nachträglich disqualifiziert wurde. Mit einigen Stunden Verspätung wurde Stefan Hagin zum 3. des Grand Prix of Abu Dhabi erklärt. Der Jubel war groß und so der Saisonabschluss doch noch auf dem Podium gefeiert.

In der WM fixierte das ROWE POWERBOAT TEAM letztlich damit Platz 5 von knapp 40 Teams. Ohne den technischen Defekt in Kaunas/LIT und den unverschuldeten Crash in Ribadouro/P wäre der Vizeweltmeistertitel möglich gewesen, gleich hinter dem fast unbesiegbaren Rashed al Qemzi aus Abu Dhabi. Fast unbesiegbar, denn ein einziges Mal musste sich der Champ 2019 doch mit Platz 2 begnügen. Im August beim GP of Norway in Tonsberg. Die Sieger damals? Stefan Hagin und das ROWE POWERBOAT TEAM.

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